Freie Wähler NorderneyDeine Inselidee ↗
← Umweltausschuss

FWN · Aus dem bisherigen Themenarchiv

Heute anfangen – über Jahrzehnte entwickeln

Teil 5: Wasservorsorge bei zukünftigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen mitdenken.

Originalmotiv zum Beitrag: Heute anfangen – über Jahrzehnte entwickeln
Originalmotiv der FWN · Zum Vergrößern anklicken

Wir müssen Norderney nicht innerhalb weniger Jahre vollständig umbauen.

Das wäre weder realistisch noch wirtschaftlich.

Der entscheidende Gedanke ist vielmehr:

Bei jeder zukünftigen Baumaßnahme sollte Regenwasser automatisch mitgedacht werden.

Wenn in den kommenden Jahren:

  • eine Straße saniert,
  • ein Parkplatz erneuert,
  • ein Schulhof umgebaut,
  • eine Sportanlage modernisiert,
  • ein Platz neugestaltet
  • oder ein öffentliches Gebäude neu gebaut oder saniert wird,

sollte künftig grundsätzlich geprüft werden:

Können wir hier Regenwasser speichern, nutzen oder besser versickern lassen?

Denn wenn Tiefbau, Leitungsarbeiten und Planung ohnehin erforderlich sind, lassen sich solche Maßnahmen oftmals wesentlich sinnvoller integrieren als bei einer späteren Nachrüstung.

Der erste Schritt könnte deshalb eine Regenwasser-Potenzialanalyse für Norderney sein.

Erfasst werden sollten unter anderem:

  • große öffentliche Dachflächen,
  • versiegelte Flächen,
  • vorhandene Regenwasserleitungen,
  • mögliche Speicherstandorte,
  • geeignete Versickerungsflächen,
  • Bewässerungsbedarf,
  • Starkregen-Schwerpunkte
  • und ohnehin geplante Baumaßnahmen.

Danach könnten einige überschaubare Pilotprojekte umgesetzt werden.

Zum Beispiel:

eine Zisterne an einem öffentlichen Gebäude,

ein Speicher für Grünflächenbewässerung,

eine Regenwassernutzung bei einer Sportanlage

oder ein unterirdischer Speicher im Rahmen einer ohnehin geplanten Sanierung.

Dann kann gemessen werden:

Was kostet die Anlage?

Wie viel Regenwasser kann tatsächlich genutzt werden?

Wie viel Trinkwasser wird dadurch eingespart?

Wie hoch sind Wartungs- und Betriebskosten?

Und welchen zusätzlichen Nutzen gibt es bei Starkregen?

So könnte über viele Jahre Schritt für Schritt eine neue Wasserstrategie für Norderney entstehen.

Nicht hektisch.

Nicht mit einem einzigen riesigen Projekt.

Sondern vorausschauend und bei jeder Gelegenheit ein Stück weiter.

Unser Fazit

Norderney hat heute eine sichere Trinkwasserversorgung.

Das ist beruhigend.

Aber wer erst über Wasservorsorge nachdenkt, wenn Wasser tatsächlich knapp wird, ist zu spät.

Deshalb sollten wir jetzt beginnen, die Möglichkeiten zu untersuchen.

Regen versickern lassen, wo er unserer Süßwasserlinse hilft.

Regenwasser speichern, wo es sonst einfach abgeleitet wird.

Und Regenwasser nutzen, wo keine Trinkwasserqualität benötigt wird.

Heute planen. Schritt für Schritt umsetzen. Für die kommenden Jahrzehnte vorsorgen.

Quelle & Einordnung

Übernommen von der bisherigen FWN-Webseite. Die Ausschusszuordnung dient der thematischen Orientierung.

Zur ursprünglichen Veröffentlichung ↗

← Zurück zu den Berichten